Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Behandlung mit Stoßwellentherapie
Anwendung der Stoßwellen
Der Arzt lokalisiert die Schmerzzone mit einem Ultraschallgerät
und durch Tastbefund. Danach erfolgt die Behandlung mit der fokussierten
Stoßwellentherapie. Hierbei wird über ein Wasserkissen die
fokussierte Stoßwelle auf das Schmerzzentrum gerichtet.
In der Regel erstreckt sich die Therapie über ein bis drei Sitzungen
von je 15 bis 20 Minuten. Meist ist bereits nach der zweiten Behandlung
eine deutliche Schmerzlinderung zu beobachten.
Um einen maximalen Effekt der Stoßwellen am Wirkungsort zu erreichen,
ist zum einen darauf zu achten, dass die Stoßwellen nicht durch
knöcherne Strukturen abgelenkt oder absorbiert werden, zum anderen
wird durch Röntgendarstellung oder Ultraschalldiagnostik sichergestellt,
dass der Fokusbereich der Stoßwelle mit dem therapeutischen Zielgebiet
in Deckung gebracht ist.
Bei Nichtansprechen der Therapie können Wiederholungsbehandlungen
notwendig werden.
Stoßwellentherapie kann angewendet werden bei:
Kalkschulter (Periathritis der Schulter)
Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter am Sehnenansatz,
häufig mit Kalkeinlagerungen. Über die Auflösung des Kalkdepots
in der Schulter wird eine Schmerzreduktion und die Wiederherstellung der
schmerzfreien Beweglichkeit der Schulter erreicht.
Tennisellenbogen
Schmerzhafte Sehnenansatzreizung am Ellenbogen. Durch die Auflösung
der chronischen Entzündung der betroffenen Streckersehnen des Unterarms
wird der über Monate bestehende Schmerzzustand im Ellenbogen aufgehoben.
Es kommt es zu einer Steigerung der Beweglichkeit und Kraftzunahme im
Unterarm.
Fersensporn
Eine meist chronische, schmerzhafte Entzündung unter dem Fersenbein.
Stoßwellen lösen die Entzündungsvorgänge in der Fußsohle
(Aponeurose). Über die Reduktion der Schmerzsymptomatik, kommt es
zu einer gesteigerten Belastbarkeit des betroffenen Fußes.
Pseudarthrosen
Nicht verheilende Knochenbrüche. Knochenzellen werden durch Stoßwellen
zum Wachstum angeregt. Über das Wachstum dieser Zellen im Bruchspalt
kann der instabile Knochen zur Ausheilung gelangen.
Supraspinatussyndrom der Schulter
Im Mittelpunkt des therapeutischen Interesses liegt die Reduktion der
bestehenden chronischen Schulterschmerzen, sowie die Aufhebung der schmerzbedingten
Bewegungseinschränkung der betroffenen Schulter.
Patellaspitzensyndrom
Belastungsschmerz oder Schleimbeutelentzündung an der Kniescheibenspitze.
Achillodynie
Meist entzündlich bedingte Veränderung der Achillessehne oberhalb
des Ansatzes.
Bursitis trochanterica
Schleimbeutelentzündung oder Sehnenansatzentzündung am Hüftknochen.
Was sagt meine Kasse zu den Kosten ?
Die Behandlungskosten werden von den Privatkassen nach Analogziffer
1800 der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) übernommen.
Die deutschen gesetzlichen Krankenkassen lehnen leider eine Bezahlung
ab. Die Kosten für eine Operation werden jedoch übernommen.
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